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#FediverseFirst Waymo verkauft sich als Sicherheits-Upgrade für unsere Städte. Die Daten sagen etwas anderes. San Francisco, seit Juni 2024 Waymo-Stadt: Verkehrsverletzungen zwischen 2023 und 2025 um 2,6 Prozent gestiegen. Verkehrstote? Auch hoch, nicht runter. Phoenix, seit 2020 Waymo-Stadt: 36,3 Prozent mehr getötete Fußgänger:innen zwischen 2019 und 2023. Von 80 auf 109 Menschen. Jedes Jahr. Waymo kontert mit eigener Statistik: 92 Prozent weniger verletzungsverursachende Crashs als menschliche Fahrer:innen. Klingt gut. Ist aber die falsche Rechnung. Denn Robotaxis ersetzen keine privaten Autofahrten. Sie kommen dazu. Der Verkehrsmanagement-Report aus San Francisco: Ride-Hailing war zwischen 2010 und 2016 für rund 50 Prozent des Stauanstiegs verantwortlich. Autonome Taxis werden diesen Effekt verstärken, nicht mindern. Sie verdrängen nicht das Privatauto – sie verdrängen den ÖPNV. Und der ist 95 Prozent sicherer als das Auto. David Zipper (Bloomberg) bringt es auf den Punkt: Selbst wenn jede einzelne autonome Meile sicherer ist – wenn insgesamt viel mehr gefahren wird, gibt es mehr Crashs. Und dann ist da noch das Verhalten auf der Straße. Waymos fahren in Austin und Atlanta an haltenden Schulbussen vorbei, während Kinder aussteigen. In San Francisco halten sie routinemäßig auf Radwegen, um Fahrgäste abzusetzen. Radwege zu respektieren sei „zu hoch gegriffen“, so Waymo laut der San Francisco Bike Coalition. Eine Radfahrerin klagt, weil auf dem Radweg eine Tür in sie hineingeöffnet wurde. Phil Koopman, KI-Sicherheitsforscher an der Carnegie Mellon University, bringt den Kern auf den Punkt: Diese Unternehmen wollen eine soziale Lizenz, um Regeln auf gefährliche Weise zu brechen – auf Basis des Versprechens, vielleicht irgendwann Leben zu retten. Vision Zero geht anders. Sie geht nicht über mehr Autos. Sie geht über weniger. Quelle: Streetsblog NYC

Thijs_Lucas

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